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Die Gründung des ursprünglichen Familienbetriebes datiert Ende des 19. Jahrhunderts mit der Errichtung eigener Knüpfwerkstätten in Täbriz im Nordwesten Irans. 1923 übernahm Ali Asghar Nemetzade von seinen Eltern diese Betriebe. Mit der Aufnahme der Exporttätigkeiten nach Istanbul, dem größten damaligen Orientteppich-Umschlagplatz außerhalb Irans, und der Gründung einer ebendortigen Niederlassung begann die Internationalisierung der Geschäfte.

Nach der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre bemühte sich die Firma Handelsbeziehungen nach Westeuropa herzustellen. Hierbei spielte die Hansestadt Hamburg mit ihrem bedeutenden Hafen eine herausragende Rolle, da traditionell sämtliche Exportgüter aus Persien nach Hamburg verschifft wurden. Aus dieser Konstellation heraus bildete sich zu jener Zeit eine Kolonie iranischer Kaufleute in Hamburg. Exporte von handgeknüpften Orientteppichen hielten bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs an. Selbst in den ersten Kriegsjahren konnte die Firma Handelsverbindungen nach Deutschland aufrechterhalten, musste sich dann aber den Kriegsumständen geschlagen geben und große finanzielle Verluste hinnehmen.

Nach 1949 nahm das Familienunternehmen erneut Beziehungen nach Europa auf, besonders auch zu Schweden und der Schweiz, die beide weitestgehend vom Krieg verschont blieben. 1952 verlegte A.A. Nemetzade den Firmensitz schließlich von Teheran nach Hamburg und gründete eine Orientteppich-Großhandelsgesellschaft im Hamburger Freihafen. Neben der Großhandelstätigkeit in Hamburg eröffnete das Unternehmen 1958 Am Wehrhahn in Düsseldorf zusätzlich ein Einzelhandelsgeschäft. Schließlich löste die Familie die Liaison im Freihafen auf und konzentrierte sich auf Düsseldorf. 1984 verstarb A.A. Nemetzade und seine Söhne haben das Unternehmen seitdem erfolgreich weitergeführt.

Rückblickend auf die über 100-jährige Unternehmens-
geschichte können wir sagen, dass wir auf unsere gemeinsamen Leistungen, unser Durchhaltevermögen stolz sind und unsere Tradition trotz Krisen und Kriegen aufrechterhalten haben. An diese Kontinuität wollen wir anknüpfen.